Montag, 18. Juni 2012

All that glitters is not Gold, but its shiny though!

Momentan findet ja die Fußball-Europameisterschaft in Polen und in der Ukraine statt und auch wenn die meisten Amerikaner Europa für ein einziges Land halten, so wird die EM doch auch hier im Fernsehen übertagen. Allerdings hängt diese Übertragung 15 Sekunden hinterher, was bedeutet, als ich währenddessen mit meinen Eltern geskyped habe, diese immer schon 15 Sekunden vor mir die Tore kommen sehen.
Nun lebe ich wirklich offiziell in der Vergangenheit!
Als ich Fotos von unserem Grundstück gemacht hab, musste ich traurigerweise feststellen, dass ich noch nicht einmal zuvor in den inzwischen fast 6 Monaten die Aufahrt zu Fuß betreten habe. Schon bitter irgendwie!
The way i would never walk. My driveway!
Irgendwann die Woche war ich doch tatsächlich mal mein Auto waschen. Das wurde auch wirklich mal Zeit, konnte man doch immer noch die Rückstände vom Salz und Dreck des Winters sehen. Die Waschanlage hier ist eine automatische Waschstraße, wo man sein Auto abgibt und es dann, während man selbst bei freiem Coffee und Wifi drinnen entspannt, beim Durchfahren beobachten kann. Selbstverständlich muss man sein Auto auch nicht selber aussaugen, dafür gibt es ja Personal. Da ich einen Groupon hatte, sah mein Auto ohne das ich auch nur einen Finger gekrümmt hatte mal wieder völlig umsonst aus wie neu. Pernille hat ihr Auto bei der Gelegenheit auch gleich mal waschen lassen und ich kann euch sagen, wahrscheinlich riecht es in ihrem Auto jetzt für den Rest seines Lebens nach Vanilla.

Am Donnerstag war ich mit meinen Kleinen und der besten Freundin meiner Hostmum im Cleveland Metroparks Zoo. Ich glaube wir haben noch nicht mal ein Viertel des Zoos an dem Tag geschaftt, so riesig ist dieser. Aber dadurch das alles so großflächig angelegt ist, haben die Tiere wenigstens mehr Freiraum in ihren Gehegen als üblich.



Allerdings war es dadurch ziemlich viel zu laufen und das ist bei dieser Hitze leider mal davon abgesehen, dass laufen hier eh keiner gewohnt ist, nicht mehr so angenehm. Aber alle Tierhäuser waren klimatisiert, was sogar ich mal als positiv empfand. Am Besten hat meinen Kleinen das Elephant Crossing gefallen, wo für einen männlichen Elephant die Gates zum Gehege der weiblichen Elephanten geöffnet wurden. Das Ganze hat sicherlich 45 Minuten gedauert und ich verstehe den Sinn immer noch nicht. Thank god, dass ich die Kleinen davon überzeugen konnte, nicht auch noch die Trennung anzuschauen! Ach, übrigens, im Zoo gab es auch einen Mc Donalds, ich warte immer noch darauf, dass Mc Donalds auch in Flugzeugen seine Hamburger verkauft!

Am Freitag hab ich mit den Jungs ihrer Oma mal wieder einen Besuch abgestattet und wir sind tatsächlich durch die Natur gestampft oder wie meine Kleinen es nannten: Going on a Bearhunt. Aber es war so beruhigend, keine Autos mehr zu hören und den Wald um sich zu haben. Ich hatte ganz vergessen, was Natur ist. Auch wenn wir natürlich keinen Bären begegned sind, so haben wir Fische, Frösche und Libellen gefunden, die in Farben leuchteten, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte.
Es gibt sie also doch noch, die Natur in Ohio.

Freitag Nacht. Akron again. Es war wahrscheinlich unsere bisher beste Nacht dort. Erst sind wir umsonst reingekommen, weil wir inzwischen auf der VIP Liste standen und dann wurde unser Song nur für uns gespielt, ('for our German Girls'), wir hatten ein nettes Bändchen, womit wir die ganze Nacht Drinks bekommen hatten und dann sind wir auch noch umsonst nach Hause gefahren wurden. Good, good Night <3

Das Wochenende, was ich im Übrigen endlich mal wieder frei hatte, ging auch gut weiter. Am Samstag sind wir zu einem German American Festival gefahren, wo man mal wieder sehen konnte, was eine kleine Entscheidung alles ausmachen kann. Als wir auf dem Festival angekommen sind, hatten wir keine Ahnung davon, wie der Abend enden würde. In Deutschland hätten wir wahrscheinlich noch nicht mal 5 Minuten dort verbracht, da der Altersdurchschnitt bei etwa 60 lag, aber hier in Amerika Menschen, die aus Deutschland ausgewandert sind oder zu mindestens deutsche Vorfahren, zu treffen, verbindet einfach. Dann gab es noch Schnitzel, Wiener, Bratwurst, Kartoffelsalat, Sauerkraut, Apfelstrudel zu essen, siebter Himmel <3

Hätten wir uns an einen anderen Tisch im Festzelt gesetzt, hätte ich mich nicht entschieden, die dort sitzende Großmutter anzuquatschen, hätten wir wohl nicht den Enkel der Auswanderin kennen gelernt. Vor allem wären wir dann nicht von ihm auf eine Hausparty eingeladen worden.
So jeden Falls kamen wir dann auf unsere erste amerikanische Hausparty, die nicht etwa bei dem Kerl vom Festival stattfand, sondern bei einem seiner Kumpel. Dessen Eltern waren im Urlaub und wie in den Filmen wurde deswegen eine Party im Basement geschmissen. Die Party war allerdings wenig legendär, nicht annähernd wie in den Filmen, mal davon abgesehen, dass es nur das Wasserbier Budlight gab, spielten sie das Trinkspiel, wo man den Tischtennisball in die Cups werfen muss, mit Wasser drin! Am besten war der Moment, wo der Partygeber mit Cookies kam und wir uns anschauten und fragten, was eingebacken sei und der ganze Raum still wurde und er nur meinte, die seien von seiner Mutter. Süß! Irgendwie tauchte dann plötzlich noch eine Flasche Bacardi auf und die Party wurde noch ganz gut ;-)

Der Sonntag und das Wochenende endeten dann mit ein wenig Shoppen und meinen ersten Burger bei Wendys. Der Burger war neben einer richtigen Frikadelle noch mit Salat & Käse belegt und kostete nur einen Dollar, i like!


Heute fand das Clustervent für diesen Monat statt und es handelte sich dieses Mal um einen Self Defensekurs. Manchmal frage ich mich wirklich, wie meine Counslerin auf die Ideen für unsere Clusterevents kommt. Ich jedenfalls konnte das Kicken und Schlagen in der Luft und das ganze Rumgehüpfe nicht wirklich ernst nehmen und war froh als die Lesson endlich vorbei war und wir unser Eis bei Mitchels Icrecream genießen konnten.

In ZWEI Tagen fahre ich schon mit meiner Gastfamilie nach Chicago!! Whop, whop und ratet mal, wo wir übernachten werden. Im 5-Sterne Hotel Ritz-Carlton, wo eine Nacht glatt mal 500$ kostet. Man könnt sich ja sonst nichts!
Melde mich, wenn ich zurück bin
♥Tina


Montag, 11. Juni 2012

Amerikaner in America

Das war es dann auch schon wieder mit dem Mai gewesen, June here we go!

Am Freitag Abend war ich mit den Mädels beim der italienischen Restaurantkette Maggiano's little Italy in der Beachwood Place Mall essen. Das Beste der ganzen Karte ist das Pastaangebot, wo man sich für 12,95 Dollar ein Pastagericht aussuchen kann, was man im Restaurant isst und ein weiteres, was man dann mit nach hause nehmen kann. Awesome <3
Anschließend waren wir mal wieder im Kino. Diesmal stand Snow White auf dem Programm. Leider hat zwar Kristen Stewart mitgespielt, aber abgesehen von ihr war war der Film sonst ganz gut gewesen.

Am Samstag Abend waren Sevda, Joelle, Laura und ich nach einer halber Ewigkeit auch mal wieder in Akron feiern. Irgendwie hatte es seit Lauras Geburtstag einfach nicht mehr gepasst mit uns.
Der Abend war dann aber mal wieder guuut, unser Lieblingsdj legte auf und es wurde lautstark gesungen "I can be your german, anything you want", just like always JB♥


Ansosten war das Wochenende eher traurig, weil ich die restliche Zeit arbeiten durfte und wenn alle anderen frei haben, NERVT DAS RICHTIG, haha das einzig Gute daran ist, dass man, wenn man arbeitet keine Zeit hat Geld ausgeben. Okay, die Tatsache macht es eigentlich sogar noch schlimmer!

Am folgenden Dienstag haben Laura und ich es endlich mal geschafft uns den Film 'Avengers' anzuschauen, der hier in Cleveland gedreht wurde. And now? Now I am in love with HULK, haha. Der Film war wirklich gut und jedes Mal, wenn bei einer Außenscene Cleveland zu sehen war, fühlte ich mich doch gleich mehr in einer Metropole lebend. Cleveland eignet sich für Filmproduktionen aber auch perfekt. Da braucht man die Straßen nicht mal sperren, weil die Stadt eh immer ausgestorben ist!

Das Wetter ist im Übrigen immer noch unglaublich heiß. Morgens um 8:30 am hat es schon 25C° und am Abend um 7:15 immer noch 33C° gehabt. I am never gonna leave!
Bei den Temperaturen muss ich mich wohl leider auch erstmal von meiner geliebten Hot Chocolate verabschieden, aber ich habe schon Ersatz gefunden. Red Passion Iced Tea, my new love <3
Wie auch schon das letzte Wochenende, muss ich auch dieses kommende Wochenende arbeiten und habe damit meine freien Tage in der Woche. Pernille und ich haben versucht das Beste daraus zu machen und waren einen Tag Cleveland zu Fuß erkunden. Jep, habt richtig gelesen, wir haben wirklich das Auto geparkt und sind durch Cleveland spaziert. Viel zu sehen gibt es dort aber auch nach genauerem Suchen nicht, nach einem Tag hat man wirklich ganz Cleveland erkundet. Bis die Rock and Roll Hall of Fame, die ich mir noch für meine Eltern aufhebe, bin ich done mit Cleveland.

Die Woche hab ich dann mit meinen Kleinen zusammen Amerikaner gebacken. Amerikaner in Amerika und niemand kennt sie. Nachdem amerikanischen Dressing nun schon das Zweite, was auf Grund seines Namens eigentlich aus Amerika kommen und demnach dort auch bekannt sein sollte. Nun ich hab dann mal gegoogelt, warum Amerikaner Amerikaner heißen, wenn sie nicht aus Amerika kommen und Wikipedia sagt:

Zum Ursprung des Namens „Amerikaner“ existieren verschiedene Mutmaßungen:
  1. Der Name leite sich von Ammoniumhydrogencarbonat her, dem in den Teilchen benutzten Backtriebmittel;
  2. GIs hätten nach dem Zweiten Weltkrieg die Zutaten für einen Cake nach amerikanischer Art in Deutschland nicht gefunden und daher den Amerikaner kreiert;
  3. Das Gebäck Black and White Cookies sei während der 1950er Jahre aus den USA nach Deutschland gekommen und von den Deutschen, die Black and White Cookie schwer zu sprechen fanden, schlicht „Amerikaner“ genannt worden;
  4. Der Name leitet sich von der Form des Brodie-Helms der US-Armee im Ersten Weltkrieg ab

Achjaa, ist eigentlich auch egal, warum dieses Gepäck Amerikaner genannt wird, jeden Falls haben sie nicht nur mir als Deutsche, sondern auch meiner amerikanischen Gastfamilie geschmeckt.

So und zum Abschluss noch ein Random Fact. Nur 3% der arbeitenden Bevölkerung gehen in Amerika zu Fuß zur Arbeit.
Das sagt doch schon alles oder?
xoxo

Donnerstag, 31. Mai 2012

Bye, bye May

In genau drei Wochen werde ich sterben. In genau drei Wochen werden nämlich die Sommerferien anfangen. Die amerikanischen Kinder haben nicht etwa wie wir in Deutschland 6 Wochen, sondern gleich mal ganze DREI MONATE frei. 3 Monate, der absolute Albtraum für das Aupair. 3 Monate keinen geregelten Tagesablauf und Arbeitsplan. 3 Monate die gelangweilten Kinder beschäftigen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber ich hasse Sommerferien! Jetzt verstehe ich auch wieso es hier in der USA so viele Sommercamps gibt, weil einfach keiner seine Kinder für 3 Monate zu Hause haben will. Meine zwei gehen natürlich aber in kein Camp, dafür haben sie ja auch ein Aupair!
Wenigstens das Wetter ist nun schon seit Mitte März durchgehend perfekt. Jeden Tag wacht man bei strahlend blauen Himmel auf, die Sonne scheint und es hat angenehme 30 Grad. Ich frage mich gerade, ob die Kinder in Alaska auch 3 Monate schulfrei haben, OMG die Eltern dort tun mir noch mehr leid, 3 Monate die Kinder zu Hause und dann noch frieren!

Wuhu, seht mal, war gestern kurz bei Target und habe diese süßen Radiergummis gefunden. Ich weiß noch, dass es eine Zeit lang mal Torten zum Auseinander nehmen in Deutschland gab. Hier hab ich mir jetzt mal die amerikanische Version gegönnt:
Coke, Sandwich, Hot Dog, Pizza und Hamburger.
So ready for my next collegeclass! :)


Nach fast 5 Monaten hat mein dummer Laptop jetzt auch festgestellt, dass er sich in Amerika befindet und deswegen kann ich jetzt weder RTL noch Prosieben schauen. Typisch Deutschland, kein anderes Land sperrt seine Onlinevideos für das Ausland!
'Sorry, but the following video is not available in your country'- Screw you!

Am Freitag Abend ging es mal wieder ins Theater. Mal wieder umsonst versteht sich. Dieses mal durften Natalie und ich uns das Musical Sondheim on Sondheim anschauen. Dabei handelte es sich um ein Musical über das Leben und die Lieder des Musicalkomponisten und -texter Stephen Sondheim. Das Musical war eher durchschnittlich, ich hatte auch noch nie eins von den Liedern gehört, aber unsere Plätze in der ersten Reihe brachten uns die Show schon nah. Denn in der ersten Reihe sah man sogar die Darsteller spucken. Im Endeffekt achteten wir wohl mehr darauf wie oft die Schauspieler sich anspuckten als auf irgendetwas sonst.

Samstag war ich mal wieder in der Beachwood Place Mall shoppen. Nach erfolgreichen Stunden in der Mall wollten wir für einen Frozen Yogurt kurz zum Legacy Village fahren. Die Suche nach Sevdas Car gestaltete sich dann aber schwieriger als gedacht. Diese kann echt zum Problem werden, wenn man sich bei den ganzen Parkplätzen, die es um die Mall gibt, nicht gemerkt hat, wo man die Mall betreten hat. Wenn man dann auch noch ein schwarzes Auto hat, wird das ganze zu einer großen Herausforderung. Mit Panikbutton drückend fanden wir nach etwa 45 Minuten dann aber doch endlich ihr Auto, yey!

Am Abend waren wir dann zu einem Brasilian Dinner eingeladen oder sollte ich besser zu einem Midnight Snack sagen. Denn es gab erst um exakt 11:30pm was zu essen. Ich war da schon fast verhungert, aber das Essen (*.*), was sie alles stundenlang selbst gekocht hatten, war definitiv jedes Warten wert gewesen!
Die Brasilianer und wir zwei Deutschen ♥ 
Auf dem Rückweg bekam ich, als ich den Highway in Solon verließ, einen leichten Schock. Alle Ausfahrten in allen Richtungen wurde von der Polizei blockiert. Mindestens 40 blinkende Polizeiwagen konnte ich sehen. Welcome to America and welcome to Dui (Driving under Influence) Enforcement. Etwas eingeschüchtert wurde auch ich angehalten, aber nachdem ich meinen Führerschein gezeigt hab und mein Wagen kurz durchleuchtet wurde, durfte ich weiter fahren. Ich würde mich niemals trauen nach auch nur einem Schluck Alkohol hier in den Staaten bei solch einer Kontrolle noch Auto zu fahren!

Am Wochenende lief auch der Eurovision Songcontest, den ich wie durch ein Wunder sogar schauen konnte (Danke ZDF!). For my favorite Danish Girl kann ich nur sagen: 'You guys should've known better'! haha :)

Sonntag und Montag verbrachte ich mit meiner Hostfamily bei den Grandparents im Swimingpool. Passend zum Memorialday gab es dort auch eine Grillparty in den amerikanischen Farben. Für die nächsten Tage durfte ich dann nur noch mit roten, weißen und blauen Luftballons durch die Gegend fahren. Aaamerica <3

In 60 days it's gonna go: Pitbull gives us everything tonight!
Whop whop, cant wait :)
Uuund Anfang August kommen auch schon meine Eltern und mein Bruder mich besuchen, freue mich schon so!
Da haben die unendlichen Sommerferien doch ein paar Lichtblicke!

So es ist schon spät, das Internet schläft auch schon,
machts gut meine Lieben ♥

Sonntag, 20. Mai 2012

Life is like a Rollercoaster Ride


Montag morgen. Listening to the Radio. Es wurde mal wieder ein neues Gesetz in Ohio verabschiedet. Ein Gesetz gegen das Texten beim Gehen. Texten beim Autofahren ist aber weiterhin erlaubt. Der Verkehr soll durch Fußgänger nicht auch noch gefährdet werden. Also wirklich!

Pernille und ich hatten im Internet eine Liste mit allen Fastfoodrestaurants in Amerika entdeckt. Was für eine schöne To Do List. Als erstes sollte es diese Woche zu Einstein Bagels gehen. Dreimal sind wir diese Woche losgefahren, dreimal zu einem anderen Standort und nicht einmal haben wir einen Einstein Bagel genießen können. Ich bin mir nicht sicher was genau uns davon abhielt, aber wahrscheinlich sind wir einfach nicht schlau genug um Einstein Bagels zu finden!

Naja, wenigstens haben wir Geld gespart. Apropos Sparen. Ich wollte mir die Woche über mal ein Sparschwein zu legen, da es auf meinem Saving Account immer nur einen Mausclick vom Ausgeben entfernt ist. Allerdings gibt es hier einfach mal nirgendwo normale Sparschweine zu kaufen. Entweder haben die Sparschweine eine Größe von einer Ameise oder sie fangen erst bei einem Preis von 34 Dollar an. Ach die Usa ist einfach nicht zum Sparen ausgelegt. Und ich auch nicht!

Mit meinen Kleinen bin ich grade am Schmetterlinge züchten. Momentan krabbeln noch die inzwischen ziemlich fetten Rauben in den Gläsern, doch bald werden sie sich einpuppen und hoffentlich in hübsche Schmetterlinge verwandeln. Zu mindestens war auf dem Paket, in dem die Rauben geliefert wurden, ein nettes Bild davon, aber da schauten die Rauben auch nicht so hässlich aus. We'll see!

Donnerstag Abend ist Germanys Next Topmodel Abend. Auch wenn die Dauerwerbung nervt, ein Hoch auf das Internetstreaming. Gntm und Frozen Jogurt., i love our Thursday Girls Nights <3

Am Samstag morgen haben Joelle, Laura, Pernille und ich uns auf den Weg zum Westside Market gemacht, ein großer und berühmter Wochenmarkt in Cleveland, wo Waren von der ganzen Welt verkauft werden. Neben den riesigen Erdbeeren aus California war das Beste auf dem Markt die Wienerwürstchen, die wir auch noch zum Spezialpreis bekamen, weil der Verkäufer deutsche Vorfahren hatten. Anschließend fuhren wir noch zu einem deutschen Supermarkt namens Hansa Import Haus und dort gab es wirklich von Nivea über deutsches Bier, Funny Chips und Maggietüten zu deutschen Zeitschrifen einfach alles erdenkliche deutsche zu kaufen.  Bescheuert eigentlich, wie sehr man gewohnte Artikel vermissen kann, aber es war ein absolutes Highlight für mich als ich meine Lieblingschokolade von Milka entdeckte: Kuhflecken ♥
Danach beschlossen wir mit unseren ganzen gekauften Lebensmitteln ein Picknick am Strand zu veranstalten. Leider gehörte der Strand zu den Dingen dieser Woche, die uns vorenthalten wurden. So wenig es mit Einstein Bagels sein sollte, so wenig Strand bekamen wir zu sehen. But who cares? So chillten wir niveauvoll auf einer Grünfläche auf einem Parkplatz am Highway!
Life could be way worse 
Am Sonntag hieß es: Auf, auf nach Cedar Point, einen Freizeitpark in Sandusky, Ohio. Ein typischer amerikanischer Freizeitpark mit immens großen, schnellen, intensiven Achterbahnen. Wer sich bei Rollercoaster Tycoon immer gefragt hat, wo die ganzen Vorlagen der Achterbahnen herkommen, hier stehen sie! Cedar Point nennt sich selbst auf seiner Website der Mekka der Rollercoaster. Und dies ist wirklich keineswegs übertrieben. So viele Rollercoasters habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Damit wir auch alle diese Achterbahnen an einem Tag schaffen konnten, gönnten wir uns Fastlane, was wirklich jeden Cent wert war. Naja, eigentlich hab ich mal wieder keinen Cent bezahlt, aber ich weiß grade auch nicht mehr, wieso Joelle mein Fastlanetiket bezahlt hat. Jedenfalls mussten andere dort, wo wir nur eine Minute auf die Fahrt warteten, sich 2 stunden die Füße in den Bauch stehen. Thihi! So typisch amerikanisch waren auch die ganzen Fast Food Restaurants. Ganze Fressmeilen waren vertreten! Generell wurde eher auf praktisch gesetzt, es gab so gut wie keine Thematik und Dekoration. Aber dafür waren die Achterbahnen dann umso besser :)

Man merkt auch schon richtig, dass der 4th of July naht. An jedem Strommast, an jedem Briefkasten, an jeder Ampel ist schon die amerikanische Flagge gehisst worden. Und ich denke mir bei so viel Nationalstolz immer was die Amerikaner denken würden, wenn Deutschland wieder seine Fahne hissen würde, aber egal was die Amerikaner in der Vergangenheit getan haben, stolz sind sie trotzdem auf ihr Land! Vielleicht ist es Zeit, dass Deutschland es auch endlich wieder sein kann.

So, Fazit der Woche: Beziehungen muss man haben. Nachdem ich schon immer umsonst ins Theater komme und auch mein Fastlane am Sonntag bezahlt wurde, hat Michele uns Freikarten für das Pitbull Konzert Ende Juli besorgt.
Seriously? I love my life here, xoxo

Sonntag, 13. Mai 2012

Cake Cake Cake ♥

Diese Woche war am Dienstag Lauras Geburtstag angesagt. Voll bepackt, mit Luftballon im Auto ging es dann am Mittag zu ihr nach Hudson. Ihr richtiges Geschenk hatten Pernille und ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal wirklich angefangen, aber bis zu ihrer Geburtstagsparty am Samstag hatten wir ja auch noch Zeit. Haha! Aber dazu später. Laura hat sich selbst einen typisch deutschen Erdbeerkuchen (Cake, Cake, Cake ♥) gebacken und von zu Hause kam ein Paket mit Buchstabensuppe, damit waren wir dann auch reichlich verpflegt.
Später am Abend hatten wir dann in Solon noch eins von diesen berühmten Pommessandwichen bei Paninis. Achja Amerika. Das wirklich abartige daran: Es schmeckt wirklich!
Danach saßen wir noch etwas im Park und Hauptsache da stampft einer um den Spielplatz rum, wie Rumpelstielchen um sein Feuer stampft. Als dann auch noch die kleinen Kinder vom Skateplatz rüber kamen und mit dem Mann um den Spielplatz stampften, wurde es dann auch Zeit nach Hause zu fahren und sich seinem Bett zu widmen.


Mein Kleiner brachte am nächsten Tag mal wieder was. Wir waren in der Küche am kochen, als sich eine Fliege immer auf seine Arbeitsablage setzte.
Mein Kleiner schreit die Fliege an: "Go away"
Und ich sage so zum Spaß: "Maybe she doesnt understand English"
Da kommt der Kleine zu mir rum: "Tina, maybe she understands German. Can you go and talk to her?"

haha, ich sehe es vor mir,
die neue Voxshow ' Wenn Fliegen ausfliegen'
Awesome♥
Am Freitag waren wir dann für Lauras Geschenk bei Walmart einkaufen. Wir haben doch mal angefangen. Etwas unglücklich, dass wir ihr ein selbstgemachtes Scrabbook schenken und ihre Party schon in weniger als 24 Stunden beginnt. So aber bei Walmart geschah mal wieder etwas das unser Leben hier perfekt beschreibt. ->OOPS! Im Moment haben Pernille und ich es auch irgendwie und es geht einfach immer weiter bergab mit uns. Diesmal haben wir geklaut. Aus Versehen und so richtig offensichtlich! Und dann auch noch Kleber! Wir hatten allerhand Utensilien für Lauras Srcabbook und Pernille hatte ich den Kleber zum Halten gegeben, den hielt sie auch noch genauso als wir den Walmart verließen. Schon bitter! Mit dem gesparten Dollar haben wir dann aber aus so einem Greifautomaten ein rosa Schweinchen gefischt, so bekam Froggie eine Kumpanin: BACON ♥
Am Samstag Mittag hatten wir nachdem ich den Morgen gearbeitet hatte, genau noch 2 Stunden Zeit das Scrabbook für Laura zu gestalten. Neben schneiden, kleben, schreiben, musste ich mich auch noch für die Geburtstagsparty fertig machen. Wir kamen dann zwar letzendlich eine halbe Stunde zu spät, haben die Karte noch im Auto geschrieben, aber irgendwie ist es doch noch passabel fertig geworden. Man ich möchte mal einmal  erleben, dass ich etwas nicht erst auf den letzten Drücker mache!
Der Abend war awesome, erst das Essen beim Padthai und dann später im Lux in Akron. Happy Birthday, Laura! ♥

Am Sonntag waren wir dann ein mal wieder im Kino und haben Dark Shadows geschaut, der etwas seltsam, aber amüsanter war, als ich erwartet hatte. Also zumindestens, wenn man das Ende weglässt, das war wirklich verstörend.
Und dann war schon wieder Sonntag Abend. Die Woche, vorallem das Wochenende geht immer viel zu schnell vorbei und ich war die ganze Woche nicht einmal bei Starbucks. ENTZUG!! Jetzt freu ich mich schon auf morgen früh, wenn ich endlich wieder meine Tall Hot Chocolate genießen kann.
Schlaft gut, eure Tina

Sonntag, 6. Mai 2012

May goes on and on

Weil wir nicht zum Exam am darauf folgenden Montag gehen wollten, war dann am 4ten Mai das letzte Mal American History für Pernille und mich angesagt. Auch wenn es so kein richtiges Ende gab, war es wohl eine gute Entscheidung den Abschluss nicht mit zu schreiben und uns somit die Erniedrigung zu ersparen nicht eine einzige Frage beantworten zu können. Nach dem Midterm hab ich die Stunden nämlich auch echt mit nichts anderem verbracht als mit Malen. Wie kam ich eigentlich auch auf die Idee, dass ich Geschichte auf einmal interessant finden könnte? Und dann auch noch die amerikanische???
Vier Monate und ich hab nichts gelernt, außer perfekte 50ig Sterne zu zeichnen, haha.
Notre Dame College
Irgendwie war die Woche seltam. Und irgendwie spielte immer Pernilles Haus eine Rolle dabei. Nachdem wir uns erst am Donnerstag ausgesperrt hatten und ich durch das Fenster ins Haus eingestiegen war, hatte ich an dem Samstag der Woche den wierdesten Drive ever zu Pernilles Haus.
Erst versperrte mir eine Polizeiblockade die eine Straße, die ich normalerweise zu Pernille nahm. Sah aus wie bei Need for Speed, wie die Polizei dort die Kreuzung blockierte. Später erfuhr ich, dass sie einen Mörder den Fluchtweg versperren wollten, der in einem Wohnhaus zehn Menschen getötet hatte. Naja,wenn es sonst nichts ist...Stand auch nur ganz klein gedruckt am Rand in der Zeitung, nichts besonderes... ach Amerika!! Jedenfalls dadurch dass die Straße gesperrt war, musste ich im Dunkeln einen anderen Weg finden, was eigentlich nicht so schwer sein sollte, da hier ya alle Straßen im Schachbettmuster angeordnet sind, doch jedes Mal wenn ich von der paralellen Straße in die gewohnte Straße abbiegen wollte, war es entweder verboten oder es wurde gebaut, bis ich in einer Einbahnstraße landete und wieder umdrehen durfte... Irgendwie bin ich dann doch endlich bei Pernille angekommen und dann war keiner zu Hause. Herrlich! Gut, dass ich Schokolade an der Gasstation vor der Polizeiblockade gekauft hatte, die hatte ich mir echt verdient. Die Schokolade reichte auch genau solange wie ich auf Pernille warten musste, im Endeffekt war es gut, dass ich so einen Umweg gefahren war, so musste ich nicht so lange warten. Pernille musste nämlich ihre Hostkinder fahren und hatte ihr Handy vergessen und konnte mir somit nicht Bescheid sagen, haha aber die Woche war noch nicht zu Ende.

Sonntag sind wir dann zusammen mit Laura in den African Safari Park in Sandusky gefahren. Pernille und ich hatten über Groupon Eintrittskarten für je 6 Dollar pro Person bekommen (ansonsten wollten die 16 Dollar p.P o.O). Der Park warb mit Bactrian Camels, Bongos, Giraffes, Guanacos, Kudus, White Crocodiles, Zebras...
Im Drive thru liefen aber nicht mehr als ein paar Lamas Lamas, Rehe und Bisons rum... SERIOUSLY?
Und das Traurige an der ganzen Sache war, dass wir die ganze Zeit auf die guten Tiere gewartet und uns eingeredet haben: 'Save the food for the good animals'... Dann war plötzlich der Drive Thru zu Ende und wir hatten noch das ganzes Futter. Das auch noch der komplette Walk thru gefehlt hat, hat dann auch schon keinen mehr gewundert. African Safari Park? Absoluter Fail.


Aber meistens liegt das Problem nicht an der Sache selbst, sondern an den zu hohen Erwartungen, die wir hegen. Wahrscheinlich halten die Amerikaner eine eingezäunte Baustelle mit Wild wirklich für ein Naturerlebnis. Wir fuhren jedenfalls nach Hause und ließen unser Auto dort auch mal ausnahmsweise stehen, um zu Fuß zur Eisdiele zu gehen.
Auch wenn wir dumm angeschaut wurden, fühlte es sich gut an, einfach mal wieder deutsch (und dänisch) zu sein.
xoxo

Freitag, 4. Mai 2012

Der Mai blüht auf!

Der Wochenendausflug nach Columbus war einfach a-some! Leider endete damit aber auch schon wieder der April. Bye bye April, hello May, mögest du doch wenigstens etwas länger als deine Vorgänger mir Gesellschaft leisten!

Am ersten Mai (hier im übrigen kein Feiertag, der Laborday ist erst im September) fand unser monatliches Clusterevent statt. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich überhaupt mal von einem unserer monatlichen Aupairtreffen berichtet habe, deswegen mal hier kurz die Übersicht:
  • Januar, Sonntag 22ter: Iceskating
Mein erstes Clustermetting.
Beteiligung kläglich, handelt es sich doch bei Schlittschuhlaufen um Sport. Aber nicht nur die Mehrheit der Mädels fehlte, sondern auch meine Counslerin glänzte durch Abwesenheit, weil ihre Schwiegermutter gestorben war...
Hat aber trotzdem Spaß gemacht, vorallem nachdem ich nach einigen Runden wieder selbständig fahren konnte, haha!

  • Februar, Sonntag 26ter: Toboggaining
Mein zweites Clusterevent handelte davon, dass man mit bis zu vier Personen eine Eisrutsche mit einem speziellen Schlitten der nordamerikanischen Indianer hinunterdüste: Toboggaining! Die Schlitten durfte man wie bei den Indianern selbst den Berg raufschleppen, um dann oben sich ansehen zu dürfen, dass man doch bitte Hände und Füße auf dem Schlitten lässt, ansonsten war sehr ausführlich aufgeführt, was alles mit Fingern und Füßen passieren konnte... Die Beteiligung war wiederrum kläglich, nach dreimal runterfahren tat mir aber auch alles weh!
  • März: Bowling
Dieses Clustermeeting habe ich verpasst, weil ich in Naples Florida war. War aber nicht weiter schlimm, wie mir erzählt wurde waren eh nur drei Mädels zum Bowlen mit meiner Counslerin erschienen. Im Übrigen ist Bowlen nämlich auch wieder ein Sport!
  • April: Nothing
Da meine Counslerin erst für 2 Wochen Urlaub sich out of Country erholte und dann noch für 1 Woche in Costa Rica sonnte, wo das diesjärige Aupair in America Community Counselor Conference stattfand, gab es diesen Monat kein Clustermeeting... 
  • Mai, Dienstag 1ter: Mexcian Restaurant
Das erste Clustermeeting, wo doch immerhin mal ein paar mehr Mädels anwesend waren. Auch wenn es nicht so hochangepriesen war, wie unsere Counselerin versprach (Vorspeise Chips, Hauptgang ein Tacco, Nachtisch Zimtchips kann man nicht wirklich als Dreigänge Menu verkaufen), war es wohl mein bisher bestes Clustermeeting. Interkulturelle Missverständnisse sorgten für allgemeine Unterhaltung ("You guys eat Putin?"- "Poutine!").
Soviel zu den Clusterevents!
***
Am 3 Mai haben Pernille und ich uns mal wieder etwas geleistet. Eigentlich wollten wir nur mal kurz raus, for a run...Irgendwas war daran schon falsch! Ich? Out for a run? Ich gehe nie joggen, ich glaube das war wirklich das allererste Mal in meinem Leben, dass ich joggen war (und wahrscheinlich auch mein letztes Mal, wenn man sieht wozu es führt, haha). Als wir nämlich vom Joggen (more or less!) zurück kamen, durften wir feststellen, dass Pernilles Hostmum inzwischen das Haus verlassen hatte...Und wir hatten doch keine Schlüssel mitgenommen, wir waren doch auch höchstens 15 Minuten unterwegs gewesen, wie kann sie genau in den Minuten entscheiden, dass sie das Haus verlassen muss, wo sie doch vor 15 Minuten noch in einem Berg von Arbeit saß?? War schon filmreif, wie wir dann jede Tür checkten, an jedem Fenster rüttelten in der Hoffnung das eins davon vielleicht nicht verriegelt war...FEHLANZEIGE! Das Beste: Wir hatten neben den Schlüssel auch kein Handy dabei... Vorallem, meine Autoschüssel befanden sich auch im Haus und ich musste doch in einer Stunde meinen Kleinen von der Schule abholen!

Das Badezimmer über
der Haustür- unsere Rettung!
Völlig niedergeschlagen ließen wir uns vor dem Haus im Gras nieder (nebenbei bemerkt waren wir auch noch am Verdursten) und ich ließ verzweifelt meinen Blick über das Haus schweifen. Konnte doch nicht wahr sein, dass....Mein Blick blieb am Badezimmerfenster im ersten Stock hängen. Es war geöffnet..."Pernille, is the Garage open?" "...Why?" Sie folgte meinen Blick. "No way, Tina, you cant climb up there, its to high!" "But with a ladder...."
Die Garage war tatsächlich offen und es gab eine brauchbare Leiter! Nachdem wir die Leiter irgendwie am Boden standhaft gemacht hatten (einer musste sie mit seinem ganzen Körpergewicht gegen das Haus drücken, ansonsten fiel sie um) und nachdem Pernille erst kläglich gescheiert war, musste ich es dann versuchen... Und ich habe doch solche Höhenangst.... Aber im Klettern war ich schon immer gut, kein Ding, schon war ich auf dem Vordach. Oben bleiben bei Höhenangst gestaltete sich schon schwieriger, aber das größte Problem war das Fliegengitter. Alle anderen Fliegengitter ließen sich aufschieben, dieses war von innenverriegelt.  Ich durfte es dann mit einem weitere Gartentool löchern und entriegeln und mich dann durch ein halb geöffnetes Fenster reinzwängen. Gut, dass ich noch nicht zugenommen hatte!
Hier mal ein ganz großes Dankeschön an den lieben Gott, dass uns kein Nachbar gesehen hat und die Polizei gerufen hat. Und eine große Bitte: Lass Pernilles Hostfamily die zwei Löcher in dem Fliegengitter erst finden, nachdem Pernille und ich wieder in Europe verweilen,yaaa?
Oh I keep asking myself, WHAT AM I DOING HERE?!
Ach, ich wollte eigentlich immer schon mal durchs Fenster einsteigen, auch wenn es am helligen Tage nicht ganz so viel Stil hatte...!
Bis Bald, XOXO